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Visiting address and by appointment only: Rheinsberger Str. 76/77, 10115 Berlin // Pickup by the customer: Werkstatt, Winsstr. 31, 10405 Berlin Prenzlauer Berg

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#SHORTCUT Julia Rosenbaum
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#SHORTCUT Julia Rosenbaum

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Julia Rosenbaum (*1978) studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Erziehungswissenschaften in Berlin und Rom. Seit 2005 arbeitet sie für das Kunstengagement der Deutschen Bank. Mit Rosenbaum Art Advisory berät sie Privatpersonen und Unternehmen beim Erwerb, Sammlungsaufbau  und weiteren Aktivitäten rund um zeitgenössische Kunst. Als selbständige Kunsthistorikerin kuratiert sie Ausstellungen, bietet exklusive Studiobesuche und moderiert Gespräche mit Künstlern*innen und Kuratoren*innen an. www.juliarosenbaum.com

VTph editions: Julia, seit vielen Jahren berätst du Privatpersonen, Unternehmen und Sammler beim Kauf von Kunst und bei ihrem Sammlungsaufbau. Was fasziniert dich an deiner Arbeit?

Julia Rosenbaum: Kunst zu kaufen und zu sammeln, kann viele gute Gründe haben: Die Liebe zur Kunst, die Förderung von Talenten oder der Glaube an Kunst als Kapitalanlage. Die zeitgenössische Kunstwelt ist sehr spannend, aber auch sehr unübersichtlich. In diesem Dickicht an unterschiedlichen Stilen und Strömungen, Preisen und Marktregeln ist es hilfreich, jemanden an der Seite zu haben. Das, was mich jeden Tag antreibt, ist also der Wunsch, Menschen dort eine Orientierung zu geben, sie für Kunst zu begeistern, ihnen zu helfen, die Kunst besser zu verstehen, und sie darin unterstützen, die richtige Kunst für ihren Geschmack zu finden. Für oder am Besten gemeinsam mit meinen Kunden spannende, aufstrebende Künstler*innen aufzuspüren, macht mir sehr viel Freude. Meine Kunden dahingehend zu beraten, welche Arbeiten zentral im Œuvre sein kann oder welches die qualitätsvollste Arbeit aus kunstwissenschaftlicher Sicht ist, ist immer wieder eine tolle Herausforderung. Neben all dem Organisatorischen, das mit Kunstkauf verbunden ist, stellt schließlich die Begleitung auf Messe- und Auktionsbesuchen oder in Galerien und Ateliers, einen weiteren abwechslungsreichen Teil meiner Arbeit da. 

VTph editions: Parallel bietest du auch Studio Visits an, mit Blick hinter die Kulissen. Erzähl uns gerne mehr darüber.

Wie viele bin ich immer gern in die Ateliers von Künstlern*innen gegangen. Dort finden andere Gespräche als in der Ausstellung oder bei einem Dinner statt. Nachdem mich immer mehr Menschen in meinem Umkreis fragten, ob sie mal mitkommen könnten, dachte ich, das kann ich ja auch professionalisieren. Also habe ich 2014, zuerst mit Ala Glasner, StudioVisits gegründet. Dadurch konnte ich  persönliche Gespräche weiter vertiefen sowie Netzwerke ausbauen und das beste war – ich konnte andere daran sogar noch teilhaben lassen! StudioVisits ermöglichte seitdem vielen Interessierten, Künstler*innen und ihre Arbeit im persönlichen, moderierten Gespräch kennenzulernen. Die Gäste erhalten intime Einblicke in die Kunstproduktion und werfen einen Blick hinter die Kulissen des „Mythos Atelier“ und bekommen neue Perspektiven auf aktuelle Tendenzen einer jungen, internationalen und facettenreichen Kunstszene Berlins. Ähnlich wie bei der Kunstberatung sehe ich meine Funktion auch mit den StudioVisits darin, Zugang zu schaffen und als Art „Brückenbauerin“ zwischen kunstinteressierten Menschen, Künstler*innen, Galerien und der aktuellen Kunstszene zu agieren.

VTph editions: Wie kam die Auswahl der 5 Positionen für VTph editions zustande? Was genau hatte dich am meisten an den künstlerischen Arbeiten genau dieser Fotograf*innen und Künstler*innen inspiriert?

Friederike von Rauch, Jessica Backhaus, Anna Lehmann-Brauns, Sonya Schönberger und Harf Zimmermann habe ich durch die StudioVisits, Künstlergespräche oder Ausstellungen kennengelernt. Da sie alle auf sehr unterschiedliche, aber interessante Weise fotografisch arbeiten, durfte ich mit ihnen ein Interview im Kontext von VTph machen und ihre Arbeiten so entweder richtig oder noch besser kennenlernen. Da lag es nahe, dass ich sie in meine Auswahl für VTph editions nehme. Ich freue mich sehr, dass sie alle zugesagt haben.

VTph editions: In deiner Arbeit triffst du auf viele unterschiedliche Spannungsfelder in der Kunst, z.B. Malerei und Fotografie, oder Fotografie und Installation. Was genau reizt dich an den unterschiedlichen Sprachen und Herangehensweisen?

Ich finde jede Herangehensweise, ob Malerei, Fotografie oder Installation spannend. Was mich immer wieder fasziniert, ist, dass immer wieder neue Wege gefunden werden, eine künstlerische Sprache voranzutreiben und in neue, unbekannte Bereiche zu überführen. Dann entsteht Neues.