SHORTCUTS

Göran Gnaudschun, I follow rivers, Cyanotypien, Flügel, Portrait Alberto Novelli

#SHORTCUT Göran Gnaudschun

Von Nadine Ethner

VTph editions: Göran, wir kennen sehr viele unterschiedliche Serien von dir, Arbeiten, die sich mit dem sozialen Raum in der Gesellschaft auseinandersetzen, aber die Arbeit „I follow rivers“ ist eine sehr persönliche Arbeit, die du 2015 begonnen hast. Hier stellst du dir selbst existenzielle Fragen. Möchtest du uns noch ein bisschen mehr darüber erzählen?

Göran Gnaudschun: Die Idee für diese Arbeit ist mir 2018 in Rom gekommen. Ich hatte für ein Jahr das Villa-Massimo-Stipendium und konnte dort sehr frei arbeiten. Neben meiner Arbeit „Are You Happy?“ sind immer auch freiere, impulshaft fotografierte Bilder entstanden, die alle von einem ähnlichen Grundgefühl getragen werden. Später habe ich dann in meinem Archiv nach weiteren Bildern gesucht, die dieselbe Intensität und Offenheit haben und auch in Deutschland weiter fotografiert.

„I follow rivers“ ist für mich eine Arbeit über Schmerz. Ausgelöst vom Ende einer Liebe und dem Abschied von einer ganzen Familie, geht es um das „Nie wieder“, um Trennung, Desorientierung, um tiefe Löcher, in die man während eines Lebens fallen kann. Aber es geht auch um einen zarten Neubeginn. Wer sich in unbekanntem Gelände verlaufen hat, folgt am besten Wasserläufen. Diese führen in bewohnte Gegenden, zu anderen Menschen, irgendwann.

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#SHORTCUT Behind the scenes

#SHORTCUT Behind the scenes

Von Nadine Ethner

VIRTUAL ARTIST TALK / Sonntag, 13.03.2022 um 11:00 Uhr
Valeska Hageney im Gespräch mit Alexandra Wolframm
Herzliche Einladung zum virtuellen Artist Talk zwischen der Kunsthistorikerin und Kuratorin Valeska Hageney und der Künstlerin Alexandra Wolframm

Alexandra Wolframm konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die existenzielle Beziehung zwischen Mensch und Natur und die Interaktion zwischen Vision und Imagination. Ihr Fokus liegt hierbei auf dem Aspekt der Zeit in Bezug auf die menschliche Existenz und die Indifferenz der Natur gegenüber letzterer. Die Landschaft als Erscheinung und Metapher der Natur, selbst in ihrer scheinbar gezähmten Form der westlichen Welt, ist wie ein Gegenstück oder eine Art Spiegel: ein Teil von unserem menschlichen Dasein – und dennoch sind wir ihr entfremdet. 

Wir sprechen über die fotografischen Arbeiten "The Vanishing Point",  "Acque Nere" und "Split Landscape", sowie über das malerisches Œuvre, welches ähnliche und parallele Ansätze verfolgt. Über den Exkurs nähern wir uns der multimedialen Arbeit der Künstlerin. Do not miss!

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#SHORTCUT Behind the scenes

#SHORTCUT Behind the scenes

Von VTph UG (haftungsbeschränkt)

Werkstatt von Loh

In der Werkstatt gehen Galeristen, SammlerKünstler und Fotografen täglich ein und aus. Sie besprechen mit Uwe von Loh die Wahl des Holzes, die Maße, die Art und Weise der Rahmung das allgemeine Kunstgeschehen. Uwe nimmt grundsätzlich jedes Bild persönlich in Augenschein und vermisst es noch einmal ganz genau: „Jeder Millimeter zählt, denn erstaunlicherweise misst jeder unterschiedlich.“ Aber die Kunden vertrauen Dr. Uwe von Loh. Er kommt ursprünglich aus dem Industriedesign. Materialien, Formen und Funktionen sind sein Fachgebiet. „Design ist die Beschreibung von gesellschaftlichen Erwartungen und weniger persönlichem Formempfinden.“

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#SHORTCUT Stefan Heyne

#SHORTCUT Stefan Heyne

Von Nadine Ethner

Zum ersten Mal und exklusiv für VTph editions hat Stefan Heyne je zwei Motive in einem Blatt kombiniert, deren Farbenspiel so in eine direkte Wechselwirkung treten.

VTph editions: Stefan, deine Farbverläufe in den Fotografien spielen immer mit unserer Wahrnehmung. Sie scheinen den Raum in Frage zu stellen, die Zeit ebenso und geben uns etwas schwereloses. Zeigt sich in deinem fotografischen Werk auch deine Prägung und dein Background zur Bühne und zur Licht- und Raumbespielung?

Stefan Heyne: Fußt nicht alles was wir tun und planen auf dem, was bisher war? Step by step. Kunst ist letztlich nichts anderes als permanent den Horizont zu erweitern – für mich selbst und damit vielleicht auch für andere. Meine Bilder beschreiben den Raum in seiner ursprünglichen Dimension: der Unendlichkeit. Und das mit den Mitteln der Fotografie. Und der Raum ist unendlich, nur die Fotografie an sich ist durch 4 Ecken begrenzt, alles passiert zwischen diesen 4 Kanten. Der Raum wird hier gebannt.

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#SHORTCUT Sarah Straßmann

#SHORTCUT Sarah Straßmann

Von Nadine Ethner

VTph editions: Sarah, neben deiner Arbeit an deinen fotografischen Projekten lehrst du seit einigen Jahren als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim und bist seit Sommer 2021 auch als freie Dozentin an der Fachhochschule Bielefeld. Was reizt dich an der Arbeit mit den Studierenden und inwieweit fordern sie dich heraus?

Sarah Straßmann: Unabhängig von der Lehre, ich freue mich über die Legitimation viel lesen, recherchieren und Neues lernen zu müssen. Meine Seminare sind thematisch eng mit meinen künstlerischen Projekten verknüpft. Recherchen aus der Uni Tätigkeit nutze ich in meiner künstlerischen Arbeit, während Erfahrungen aus meiner künstlerischen Praxis in die Lehre fließen. Das gelingt wahrscheinlich deshalb gut, da ich schon immer eine eher konzeptuelle Arbeitsweise in meinen künstlerischen Projekten verfolgt habe. Thematisch heißt das, auf der Basis von Fotografie interessiere ich mich für Repräsentations- und Wahrnehmungsfragen von Raum im Bild, vom Bild im Raum, aber auch für Gebrauchsweisen mobiler Fotografie im Kontext von Internet und Social Media. Also im weitesten Sinne auch hier für Raum, nämlich Kommunikationsräume. (...)

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#SHORTCUT Alexandra Wolframm

#SHORTCUT Alexandra Wolframm

Von Nadine Ethner

VTph editions: Alexandra, in deiner künstlerischen Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft untersuchst du das Spannungsfeld von Mensch und Natur. Welches Medium bevorzugst du bei der Umsetzung deiner Projekte?

Alexandra Wolframm: Ich würde mich als multidisziplinäre Künstlerin bezeichnen. Je nach Thema und Stimmung arbeite ich mit unterschiedlichen Medien, vor allem Fotografie, Malerei, Zeichnung, Video und Objekten. Ein bevorzugtes Medium im eigentlichen Sinn habe ich nicht, allerdings ist die Fotografie schon sehr bedeutsam für mich, ich nutze sie für eigenständige Arbeiten, aber auch oft als Ideensammlung für meine malerischen und zeichnerischen Arbeiten. Sie ist also eine Art Grundrauschen, ständig präsent. An der Fotografie schätze ich die Direktheit, Glätte und Klarheit, sie ist für mich ein Medium, das etwas rationaler ist oder wirkt, im Gegensatz zur Malerei oder der Zeichnung.

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#SHORTCUT Anna Lehmann-Brauns

#SHORTCUT Anna Lehmann-Brauns

Von Nadine Ethner

VTph editions: Anna, deine Serie mit dem Titel Beijing ist hauptsächlich nachts in Chinas Hauptstadt entstanden. Fühlt sich die Nacht vertrauter an, als der Tag?

Anna Lehmann-Brauns: Die Nacht schafft eigenes Licht. Die Beleuchtung der Sonne fällt weg und es gibt ausschließlich künstliche Lichtquellen, die die Szenerie bestimmen. Die Nacht verschleiert, verschattet, betont, verfärbt und verzaubert. Damit kommt ihre Wirkung dem näher, was mich eigentlich interessiert. Ich dokumentiere nicht, es geht mir  um das Festhalten bestimmter Stimmungen und Zustände, teils düster, teils verheißungsvoll...

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#SHORTCUT Julia Rosenbaum

#SHORTCUT Julia Rosenbaum

Von Nadine Ethner

VTph editions: Julia, seit vielen Jahren berätst du Privatpersonen, Unternehmen und Sammler beim Kauf von Kunst und bei ihrem Sammlungsaufbau. Was fasziniert dich an deiner Arbeit?

Julia Rosenbaum: Kunst zu kaufen und zu sammeln, kann viele gute Gründe haben: Die Liebe zur Kunst, die Förderung von Talenten oder der Glaube an Kunst als Kapitalanlage. Die zeitgenössische Kunstwelt ist sehr spannend, aber auch sehr unübersichtlich. In diesem Dickicht an unterschiedlichen Stilen und Strömungen, Preisen und Marktregeln ist es hilfreich, jemanden an der Seite zu haben.

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#SHORTCUT Sonya Schönberger

#SHORTCUT Sonya Schönberger

Von Nadine Ethner

VTph editions: Sonya, du arbeitest seit vielen Jahren mit dem Sujet der Pflanze, du nutzt Kulturpflanzen, sowie Heilpflanzen oder Unkraut. Was fasziniert dich an dieser Auseinandersetzung? 

Sonya Schönberger: Ich arbeite seit vielen Jahren zudem mit dem Fokus auf Erinnerungen und Biografien. Das verfolge ich intensiv schon recht lang, aber nebenbei und auf dem Weg habe ich gemerkt, dass ich auch das oder die zu Wort kommen lassen will, die keine Stimme und nur eine kleine oder keine Lobby haben, aber doch alles Leben ausmachen.

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#SHORTCUT Harf Zimmermann

#SHORTCUT Harf Zimmermann

Von Nadine Ethner

Harf Zimmermann war einer der sieben Gründer der legendären Agentur OSTKREUZ und fotografierte für internationale Magazine. Mehr als 10 Jahre nach Abkehr von der journalistischen Arbeit ist Harf Zimmermann nun endgültig zum Großformat zurückgekehrt. Mit diesem „loop“ ist seine künstlerische Biographie besonders. 

Julia Rosenbaum / StudioVisits: Beginnen wir am Anfang: Wie kamst Du zur Kunst oder wie kam die Kunst zu Dir?

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#SHORTCUT Jessica Backhaus

#SHORTCUT Jessica Backhaus

Von Nadine Ethner

VTph editions: Jessica, deine Serie „Confinement in Berlin“ ist im Lockdown 2020 entstanden und du zitierst Joseph Beuys mit „Wer nicht denken will, fliegt raus.“ Warum ist Beuys für dich gerade so hochaktuell?

Als die Kuratorin Diana Poole mich Anfang Februar 2020 eingeladen hat, mit Ihr den Guest Room von DER GREIF zu realisieren, konnten wir noch nicht erahnen, was auf uns zukommen würde hinsichtlich der Pandemie. Das berühmte Zitat von Joseph Beuys fand ich schon immer sehr spannend.

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